Die Legende von Web 2.0 Werkzeugen

November 10th, 2009

Collaboration und Wissensmanagement sind mit modernen Web 2.0 Werkzeugen kein Problem mehr. Es ist nur ein elegantes Tool auszuwählen und schon läuft der Erfahrungsaustausch wie geschmiert. Eine mächtige Suchfunktion fördert in fast jeder Lebens- und Problemlage wichtige Informationen und den entscheidenden Tipp zu Tage. Jeder User bewertet die Nützlichkeit der Information, hieraus entsteht von alleine ein Netzwerk hilfreicher Informationen, aus denen sich teilautomatisiert eine Dokumentation generieren lässt. Für die Wahl des richtigen Werkzeuges gibt es inzwischen von großen Beratungsunternehmen erstellte Entscheidungmatrizen.

Worauf warten wir noch?

Wir warten immer noch auf die Lösung des Kernproblems. Informationsaustausch war noch nie ein Problem des Werkzeuges und wird nie durch den Einsatz eines Werkzeuges gelöst werden. Entscheidend ist die Bereitschaft jedes Mitarbeiters sein Wissen preis zu geben. Wissen bedeutet oft Produktivitätsvorsprung. Warum sollte ein Mitarbeiter seinem Kollegen eine Information geben, dass er besser und schneller arbeiten kann? Die reine Existenz eines guten Werkzeuges ist hilfreich aber bestimmt keine alleinig hinreichende Motivation. Die Aussicht sich durch Informationsbereitstellung einen Guru-Status zu verdienen funktioniert vielleicht in der Open -Source Szene aber Hand aus Herz in vielen Unternehmen kann man sich im wahrsten Sinn des Wortes für einen solchen Status nichts kaufen.

Was also kann einen Mitarbeiter dazu bringen seine Informationen, sein Wissen zu teilen. Eine starke Motivation kann die Arbeit im Team, die Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin sein. Das gemeinsame Erreichen eines Ziels, eine gemeinsame Vision gibt allen ein gutes Gefühl. Im Tausch für dieses Gefühl wird Information Preis gegeben. Ich spreche bewusst von “preis” geben. Die gemeinsame Vision, das Gefühl des möglichen Erfolges ist der Preis, der für Informationstausch gezahlt werden muss. Solange keine gemeinsame Vision vorhanden ist. Solange die Frage “Wofür arbeiten wir hier?” nicht beantwortet werden kann, wird kein Informationsaustausch stattfinden.

Ich stelle nicht in Frage, dass es heute viel bessere Tools wie vor 10 Jahren gibt. Wenn die Voraussetzung vorhanden ist, lässt sich der Informationsaustausch heute erheblich vereinfachen und verbessern. Solange allerdings die erste Hürde nicht genommen ist hilft kein Tool. Die Bereitschaft der Menschen zu teilen ist wichtiger als jedes Werkzeug.

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Drei kurze Lesetipps zum Wochenende

November 6th, 2009

Zuerst ein guter Beitrag über Scrum Rollen. Uwe Friedrichsen bringt kurz und klar auf den Punkt wo sich die klassische Projektleiter-Rolle in Scrum wieder findet.

Beim Guerilla Projektmanagement geht es um Stärken und Schwächen sowie gegenseitige Hilfestellung im Projekt. Die Kernaussage lautet, dass Hilfe und Unterstützung Zeichen eines guten Teams und keine Zeichen von Schwäche sind. Dem stimme ich voll und ganz zu.

Eine Präsentation erzählt immer eine Geschichte. Bei den Projektgeschichten finden sich 7 Punkte für gute Präsentationen, die man sich nicht oft genug hinter die Ohren schreiben kann ;-)

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

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Was ein Team ausmacht

November 6th, 2009

Wir schreiben hier immer wieder über die Bedeutung des Teams. Wir differenzieren zwischen echten Teams und Gruppen, die sich nur Team nennen. Was macht den Unterschied letztendlich aus? Ich möchte heute nicht über Gruppendynamik1 schreiben sondern versuchen den Unterschied anhand dreier konkreter Situationen zu beschreiben:

  • Angst zu fragen
  • Der anonyme Spezialist
  • Selbstorganisation und Entscheidungen

Angst zu fragen

Ein Mitarbeiter sitzt an einer Aufgabe, weiß an einer Stelle nicht mehr weiter und traut sich nicht einen Kollegen zu fragen. Das Eingeständnis etwas nicht zu wissen und fragen zu müssen ist nie leicht. Es fällt umso schwerer wenn im Kollegenkreis das gegenseitige Vertrauen fehlt, wenn nicht klar ist was nach der Frage passiert. Kommt ein abschätziger Kommentar oder wird die Wissenslücke gar weiter erzählt. Ich selbst habe einen Fall erlebt, dass ein Entwickler 2 Wochen gewartet hat bis ein Kollege aus dem Urlaub zurück war um eine Frage loszuwerden – er hatte sich nicht getraut den anwesenden Kollegen zu fragen. Zwei Wochen in denen ein Arbeitspaket in Wartestellung blieb – diese zwei Wochen waren doppelt schmerzhaft, da sich das Problem auf das sich die Frage bezog innerhalb von 10 Minuten lösen lies.

Der anonyme Spezialist

Gelegentlich kommt es vor, dass Spezialisten für bestimmte Themen (z.B. Know-How über eine spezielle Datenbank) in ein Team aufgenommen werden. Im Verlaufe des Projektes stellt sich heraus, dass der vermeintliche Datenbank Spezialist auch in anderen für das Projekt relevanten Feldern Qualifikationen besitzt. Möglicherweise bemerkt der Neue einen Fehler an einer anderen Stelle und weist darauf hin. Jetzt kommt es darauf an wie in der Gruppe mit Fehlerhinweisen umgegangen wird. Offen und konstruktiv? Dann ist alles gut. Möglicherweise erhält der Neue aber eine Abfuhr mit den Worten “Kümmere Dich um Dein Thema!” Ob der Neue sich noch einmal mit einem Hinweis unbeliebt machen will ist dann schon fraglich. Es ist unerheblich ob der Neue seinen Hinweis unhöflich, besserwisserisch vorgebracht oder der Alte um seine Stellung fürchtend barsch reagiert hat. Das Ergebnis ist dasselbe. Es entsteht ein anonymer Spezialist der sein Knowhow zurückhält. Dieses Knowhow geht dem Projekt verloren.

Selbstorganisation und Entscheidungen

Egal mit welcher PM-Methode gearbeitet wird, es werden in Projekten Situationen entstehen, die einer Entscheidung bedürfen. Nicht immer wird der notwendige Entscheider zufällig in der Tür stehen oder sofort antworten können. Jetzt kommt es darauf an ob die Gruppe wirklich selbst organisiert ist. Selbstorganisation bedeutet nicht nur, dass die tägliche Arbeit läuft. Selbstorganisation ist vielmehr die Fähigkeit der Gruppe in Entscheidungssituationen eine Entscheidung herbeizuführen und wieder handlungsfähig zu werden. Ob diese Entscheidung die optimale für den Projektverlauf ist muss sich dann erweisen, das gleiche gilt aber auch für die Entscheidung des ausgewiesenen Entscheiders (Projektleiter, Product-Owner, Gremien, …)

Sicherheit zu fragen, frei gegebenes Wissen und die Fähigkeit ohne Führung Entscheidungen zu treffen sind wesentliche Merkmale eines Teams. Mit einer Gruppe von Nebenher-Arbeitern, die auf ihrem Wissen sitzen bleiben und nur auf Kommando arbeiten, wird Projektarbeit sehr schwierig. Der Zustand realer Projektteams liegt oft zwischen diesen Extremen. Teamorientierte Projektleitung versucht die Qualität des Projektteams zu erfassen und im Laufe des Projektes zu verbessern. Um eine Gefühl für den Zustand des Projektteams zu entwickeln kann ein Projektleiter sich die folgenden Aussagen im Sinne eines Fragebogens vergegenwärtigen:

  • Probleme werden offen besprochen und gemeinsam gelöst.
  • Es wird Hilfe und Unterstützung geleistet.
  • Erfahrungen werden bereitwillig ausgetauscht.
  • Entscheidungsverantwortungen sind klar.

Wenn diese Aussagen vorbehaltlos mit heftigem Kopfnicken bejaht werden ist das Team auf einem guten Weg. Wenn zweifelnd der Kopf geschüttelt wird ist noch Verbesserungspotential vorhanden.

Dieser Text ist unter Creative Commons BY NC ND (Namensnennung – Nicht Kommerziell – Keine Bearbeitung) lizenziert. Er ist Teil des Buchprojekts “Menschen im Projekt”. Er gehört zum Abschnitt 3D, siehe Mindmap zu Inhalt und Struktur.

  1. Teamphasen, Projektmanagement und Teamuhrwerk []
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Wenn das Stand-Up-Meeting zu lange dauert

November 2nd, 2009

Für erfahrene Scrum Anwender oder agile Software-Entwickler ist klar was ein Stand-Up-Meeting ist. Da diese Methode auch unter anderen Rahmenbedingungen von großem Nutzen sein kann, möchte ich zuerst noch einmal kurz zusammenfassen, was ein Stand-UP-Meeting ist. Es ist ein sehr häufiges, regelmäßiges (tägliches) Treffen des Projektteams. Das Treffen ist bewusst kurz gehalten (Richtwert 15 min) und wird im Stehen abgehalten. In der Regel steht das Team im Kreis um das gemeinsame Taskboard. Der Ablauf ist standardisiert, es werden von jedem Anwesenden kurz und knapp die folgenden Fragen beantwortet:

  • Bin ich mit der Aufgabe fertig geworden, die ich mir bis heute vorgenommen hatte?
  • Welche Aufgaben nehme ich mir bis zum nächsten Treffen vor?
  • Gibt es ein Problem, das mich gehindert hat meine Aufgabe(n) abzuschließen?

Ausgehend von einer sinnvollen Teamgröße von 4 bis 8 Personen, hat jede(r) Anwesende nur ca. 2 min Zeit seine Fragen zu beantworten. Damit wird schon offensichtlich wie knapp die Zeit ist. Der Grund, dass diese Meetings sich oft verlängern liegt aber weniger an der knappen Zeit, sondern an den folgenden Gründen:

  • Unpräzise Moderation
  • Abhängigkeit von Aufgaben und resultierende Konflikte
  • Allgemeines Kommunikationsdefizit des Teams

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Die Souveränität emotionaler Entscheidungen

Oktober 27th, 2009

Sachfragen und Entscheidungen sind ein Widerspruch in sich. Genau genommen gibt es in Projekten keine Sachfragen. Eine Aufgabe wie 1 + 1 = … wäre eine echte Sachfrage. Diese kann ausgerechnet und muss nicht entschieden werden. Umfangreichere Fragestellungen können, selbst wenn sie noch so klar erscheinen mögen, nicht ausgerechnet werden. Entscheidungskriterien und Prioritätslisten vermitteln nur eine scheinbare Sachlichkeit. Selbst wenn mit großer Umsicht Entscheidungskriterien definiert, diese womöglich noch sorgfältig priorisiert werden wird dennoch eine Lücke bleiben, die dann eine Entscheidung erfordern wird. Am einfachen Beispiel einer zu beschaffenden Kaffeemaschine wird es deutlich.

- Es wird eine Kaffeemaschine benötigt.
- Der Kaffee soll warm gehalten werden können.
- Inhalt der Kanne mindestens 1 Liter.
- Sie soll einen Tropfschutz haben.
- Sie soll blau sein.
- Sie soll energiesparend sein.
- Sie darf nicht mehr als 70 Euro kosten.
- Made in Germany ist wichtig
- Sie soll ein ansprechendes Design haben.

Unter Umständen wird es schon schwierig überhaupt eine Kanne zu finden, die allen Kriterien entspricht. Welches Kriterium kann als erstes wegfallen oder sind vielleicht doch 75 Euro möglich. Oder passt eine weiße auch ins Designerbüro. Vielleicht wird man das Problem lösen, indem man einen Kollegen losschickt die Maschine zu besorgen. Wenn sie dann aufgebaut ist geht die Fragerei los, warum hat sie eine Warmhalteplatte statt einer Thermoskanne, das spart Strom, andererseits ist die Thermoskanne kleiner als eine dünnwandige Glaskanne, so reicht es für eine Tasse mehr usw. Wenn der Einkäufer ein akzeptierter Entscheider ist, wird er ein gutes Argument auffahren warum er diese Maschine gewählt und es wird Ruhe einkehren.

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Das Projektgeschäft ist ernst genug

Oktober 26th, 2009

Gelegentlich sollte man auch lachen. Wer sich in IT-Projekten schon mit Produkten bekannter Firmen herumschlagen musste, wird bei den folgenden Punkten nicht lachen sondern nur schief grinsen. Was wäre wenn bekannte IT-Firmen Toaster bauen müssten? Der Text hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel ist aber von erscheckend zeitloser Aktualität. Lediglich der Begriff des Toaster “95″ hätte im Laufe der Jahre durch NT, 98, ME, 2000, XP, Vista, 7 ersetzt werden müssen ;-) Was also würde passieren, wenn die folgenden Firmen Toaster liefern müssten:

IBM: Die Toaster wären riesengroß und könnten 100000 Toastscheiben pro Stunde bräunen. Die Kunden müssten ihre Toastscheiben abends vorbei bringen um sie am nächsten Morgen wieder abzuholen. Weltweit würde es nur 6 Toaster geben.

Xerox: Die Scheiben könnten wahlweise ein- oder doppelseitig gebräunt werden. Werden mehrere Scheiben hintereinander getoastet, werden sie immer heller. Der Toaster würde jede zehnte Scheibe zerkrümeln.

Oracle: Im Prospekt würde stehen, dass der Toaster mit allen Backwaren der ganzen Welt kompatibel ist. Wenn der Toaster daheim steht, stellt sich heraus, daß die Croissant Engine in der Betaversion vorliegt und der Baguette Adapter erst in drei Jahren kommt.

Sony: Der Toaster wäre kaum größer als die Toastscheibe und könnte am Gürtel getragen werden.

Microsoft: Jedesmal wenn frau oder mann eine Packung Toast kauft, muss ein Toaster mitgekauft werden. Der Toaster kann im Geschäft abgegeben werden, bezahlt werden muss er aber trotzdem. Toaster Modell 95 ist so groß und schwer, dass der Tüchentisch verstärkt werden muss. Sein Stromverbrauch ist so hoch, dass damit die ganze Straße mit Strom versorgt werden könnte. Im Prospekt des Toasters 95 steht, dass er der erste Toaster mit einstellbarem Bräunungsgrad ist.

Apple: Der Toaster würde alles können was ein Microsoft Toaster kann, nur 5 Jahre früher.

SAP: Der Toaster hätte 1000 Schalter und würde mit einem 2000 seitigen Handbuch ausgeliefert werden. Die Inbetriebnahme dauert ein Jahr, der Toast schmeckt dann aber sehr gut.

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aktualisierte Blogroll

Oktober 23rd, 2009

In der Blogroll sind 3 neue Blogs hinzugekommen:

Zuerst möchte ich Guerilla Projektmanagment nennen. Hier geht es um den harten Alltag in IT-Projekten. Der Blick auf das Projektgeschäft schwankt zwischen Ironie und Analyse.

Von den Guerillas zur Anarchie: Im Agile Anarchy Blog geht es wie der Name schon vermuten lässt um Agiles Projektmanagment. Sehr lesenswert auch mit Hintergrundinformationen zum agilen Business.

Last but not least: Project Shrink von Bas de Baar. Multimediale Blicke auf alle Facetten des Projektmanagements.

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Der Sinn von Modellen

Oktober 22nd, 2009

Bevor ich an den Themen Kultur und Kommunikation weiterschreibe, ist ein kurzer Exkurs, der ein wenig vom Projektmanagement wegführt, nötig. Wenn über Kommunikation und Kultur gesprochen wird tauchen immer wieder Bezüge zu Modellen auf: Das Vier-Seiten oder 4 Ohren Modell, das Zwiebelmodell der Kultur, die Phasenmodelle in der Teamentwicklung oder auch das von uns entworfene Modell des “Teamuhrwerks“. Es stellen sich die Fragen: Wozu ist ein Modell gut? Was kann und soll es leisten? Der vordergründige Eindruck ist der eines (natur)wissenschaftlichen Modells, eines Modells im Sinne einer Aussage “So ist das!”. Diese Ansicht ist jedoch selbst im Kontext der Naturwissenschaften nicht korrekt. Am Anfang stehen die Beobachtung und die Beschreibung. Danach entsteht ein Erklärungsversuch. Der beschreibende Beobachter versucht sich ein – in seinem Geist verkleinertes – Bild zu machen wie das beobachtete Phänomen im Kern funktionieren könnte. An einem völlig fachfremden Beispiel aus der Astronomie lässt sich diese Vorgehensweise sehr schön verdeutlichen.

Frühe Astronomen beobachteten den Himmel und zeichneten die Bahnen der Lichtpunkte auf. Sie entwarfen auf der Suche nach Verständnis unter anderem ein Modell konzentrischer Schalen, die sich ineinander bewegen konnten. Das Modell der Welt entsprach also einem Teller mit mehreren darüber gestülpten durchsichtigen Salatschüsseln. Die Vorstellung das Weltall bestehe aus durchsichtigen Riesenschüsseln erscheint aus heutiger Sicht absurd. Heute haben wir ein anderes und “besseres” Modell der Welt und des Weltalls. Möglicherweise ist es genauso “falsch” wie die Salatschüsseln. Der wesentliche Unterschied zum Salatschüssel-Modell ist die Vorhersage-Mächtigkeit und der Erfolg. Mit den Vorhersagen des heutigen Weltmodells lassen sich Satelliten starten und Navigationsgeräte fürs Auto bauen. Ein Navi auf Basis der Salatschüssel-Formeln würde schwerlich funktionieren.

Zurück zur Sozialwissenschaft und den Kommunikations- und Team-Modellen. Wenn von den vier Seiten einer Botschaft oder einer Teamentwicklungsphase gesprochen wird, soll das nicht bedeuten “Das ist so!” oder “Menschen sind so!”. Diese Modelle sollen lediglich helfen manche Vorgänge, die häufig in ähnlicher Weise auftreten, besser zu verstehen. Kommunikationsfehler oder Streitigkeiten in Gruppen liefern immer wieder ähnliche Geschichten. Es gibt die typischen Geschichten, die, wenn sie erzählt werden, bei den Zuhörern ein zustimmendes Kopfnicken auslösen. Der Gedanke “Das kenne ich” oder “das habe ich schon so ähnlich erlebt” steht im Raum. Diese Ähnlichkeiten besser in Worte zu fassen ist der eigentliche Sinn der Modelle. Ein in Worte gefasstes Verständnis ermöglicht ein zielgerichtetes Verhalten und ggf. die Vermeidung von Kommunikationspannen oder gruppeninternen Streitigkeiten. Damit schließt sich der Kreis zum Projektmanagement. Es geht um bewusstes, zielgerichtetes Handeln. Bewusstsein und Verständnis gehen Hand in Hand. Jede vermiedene Kommunikationspanne jeder konstruktiv gelöste oder gar vermiedene Konflikt kommt den Menschen und dem Projekt zu gute.

Dieser Text ist unter Creative Commons BY NC ND (Namensnennung – Nicht Kommerziell-Keine Bearbeitung) lizenziert. Er ist Teil des Buchprojekts “Menschen im Projekt”. Er gehört zum Abschnitt 2.C siehe Mindmap zum Inhalt und Struktur.

Inhalt_Struktur_Buch_Mensch_im_Projekt

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die schleichende Werbung

Oktober 21st, 2009

Das Thema Werbung schleicht zur Zeit durch die Blogosphäre. Gelegentlich gebe ich Büchertipps oder Produktempfehlungen ab. Da ich zur Zeit einen größeren Artikel zu einem Produkt in Arbeit habe, ist es an der Zeit eine klare Aussage zu treffen. Produktempfehlungen aus Gefälligkeit oder gegen Bezahlung gab es hier noch nie und wird es hier nie geben. Wenn ich eine Empfehlung abgebe, geschieht dies ausschließlich aus meiner Motivation heraus gute Erfahrungen weiter zu geben. Die Empfehlungen entstehen aus den Erfahrungen, die wir persönlich mit den jeweiligen Produkten gesammelt haben. Dementsprechend werden nur Produkte empfohlen, die wir selbst nutzen. Gelegentlich teste ich auch neue Produkte, wenn der Test ergibt, dass wir das Produkt nicht nutzen, erscheint auch kein Beitrag.

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Seitenmanipulationen von Providern

Oktober 20th, 2009

ZDNet berichtete vor kurzem, dass einige Mobilfunkbetreiber Webseiten via UMTS nicht im Originalzustand ausliefern und Javascript Elemente in die Seiten einbauen. In manchen Fällen konnten so Funktions-Beinträchtigungen der Webseite auftreten. Einer dieser Fälle trat hier auf dem projekt(B)LOG zu Tage. Beim Zugriff über vodafone UMTS wurde die animierte Tagwolke nicht mehr angezeigt, demzufolge ist die klassiche Tagwolke als Schlagwortkatalog zurück gekehrt. Manchmal haben “robuste” Lösungen Vorteile. Die Bewertung der Beiträge funktioniert ebenfalls wieder, auch wenn das ein separates Problem war.

Abgesehen von dem Ärger den die Praxis der Betreiber verursacht halte ich es für höchst bedenklich, dass Provider sich die Freiheit herausnehmen Inhalte nach eigenem Gutdünken zu verändern. Die Argumentation, dass dies zur Optimierung der Bandbreitennutzung dient, kann ich bei komprimierten Bildern, nicht aber bei eingebauten Javasript Elementen nachvollziehen. Mehr dazu im Artikel auf ZDNet.

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