lizenzDas neue Jahr beginnt mit gründlichen Ãœberlegungen und wesentlichen Neuerungen. Seit Mitte letzten Jahres wird #openPM diskutiert. Von Beginn an bin ich an dieser Diskussion beteiligt, befürworte die Idee und bin auch Mitunterzeichner der ersten Erklärung. Offener und freier Zugang zu Wissen und Werkzeugen ist prinzipiell begrüßenswert. Offen ist gut – so weit so gut. Die Frage ist was macht jemand mit diesem Wissen – kann und darf er Geld damit verdienen? Bisher hatte ich auf diese Frage als Blogger ein unausgesprochenes „kommt darauf an“ im Kopf. Einem Dozenten an einer Hochschule oder einem Lehrer sollte es natürlich erlaubt sein die Inhalte dieses Blogs (oder einer offenen Plattform) zu verwenden. Einem Berater der sein Geld (wie ich) mit Projekt-Management verdient hätte ich ehrlicherweise die kommerzielle Verwendung der Inhalte gerne untersagt. Mit dem Startschuss von #openPM stellt sich mir als potentiellem Autor diese Frage mit erneuter Brisanz. Die „kommt darauf an“ Antwort ist weder konsequent noch praktikabel. Wenn ich hier im Blog eine Checkliste veröffentliche und sie #openPM zur Verfügung stelle muss sie richtig frei sein und nicht in einem halbentschiedenen Zwischenzustand hängen.

Auf die konsequente Lösung hat mich zum ein anderer Blogger mit seinem Artikel befreite Lizenzen gebracht. Den letzten Anstoß gab dann ein offenes Hardware Projekt über das ich im Netz gestolpert bin. Land- und Industriemaschinen in einfacher robuster Bauweise, deren Konstruktionspläne frei verfügbar sind. Es wäre unsinnig Maschinen frei von Lizenzgebühren, Wartungsverträgen und Ersatzteilversorgungsketten bauen zu können um sie dann nicht für den Lebensunterhalt einsetzen zu dürfen. Ein Verbot einer kommerziellen Nutzung liefe darauf hinaus, dass nur Hobbygärtner diesen Traktor verwenden dürften.

Dementsprechend ändere ich die Lizenzbedingungen für diesen Blog von BY-NC-ND in BY-SA. Das heißt auch die kommerzielle Nutzung ist nun explizit erlaubt. Die Pflicht der Namensnennung bleibt allerdings bestehen. Wer die Inhalte verwendet, bearbeitet und weitergibt muss angeben woher sie stammen – das ist in meinen Augen zudem das minimale Gebot der Fairness. Hiervon ausgenommen sind weiterhin die Projekt-Cartoons, die exklusiv für diesen Blog gezeichnet werden, und nur nach Anfrage verwendet werden dürfen.