Das kalendarische Jahr neigt sich dem Ende zu, Weihnachten steht vor der Tür. Das ist Grund genug das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Ich fasse mich kurz und beschränke mich auf wenige Aspekte:
  • meine Einstellung zur Projektarbeit
  • Politik
  • Bewegungen
Projektarbeit ist im besonderen Maße auf gelingende Kommunikation und Interaktion von Menschen angewiesen. Gelingt beides kann Projektarbeit sehr erfüllend sein, fast zwangsläufig wird dabei gelernt. Das Zusammenspiel zwischen Projekterfolg und Lernerfolg für alle Beteiligten ist mir in diesem Jahr bewusster und wichtiger geworden. Dieses Thema wird mich im kommenden Jahr weiter beschäftigen. 2013 war politisch und gesellschaftlich gesehen ein brisantes Jahr. Alleine die Enthüllungen von Edward Snowdon hätten für ein politisches Erdbeben ausgereicht. Umso schlimmer, dass von offizieller, deutscher Seite überwiegend abgewiegelt und nichts getan wurde. Die neue deutsche Datenschutzbeauftrage ist zudem eine Befürworterin der Vorratsdatenspeicherung. Hier hätte ich mir andere Reaktionen gewünscht. Meine Befürchtung ist, dass die große Koalition an diesem und an anderen Themen nichts Wirkungsvolles unternehmen wird. Im GPM Blog ist zum Koalitionsvertrag ein interessanter Kommentar zu lesen. Es gab aber auch noch sehr Erfreuliches dieses Jahr. Die openPM- und die PM Camp-Bewegung wachsen und gedeihen. Wer hätte das vor drei Jahren gedacht als wir mit den Planungen für das erste PM Camp begannen? 2013 fanden PM Camps in 5 verschiedenen Städten statt, weitere werden 2014 folgen. Neben dem Erfolg ist auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen sehr gewinnbringend. Stellvertretend möchte ich mich ganz besonders bei einigen Kollegen der ersten Stunden bedanken: Bernhard Schloss, Christian Vogel, Eileen Hörtreiter, Marcus Raitner, Stefan Hagen, Roland Dürre. Vielen Dank Leute, lasst uns 2014 noch Einen draufsetzen. friedenslichtAm Ende kommt wie jedes Jahr völlig überraschend Weihnachten. Es ist ein mit Symbolen überfrachtetes Fest, eine 2000-jährige Sammlung von Ritualen, von denen nur ein kleiner Teil eine direkte Verbindung zur Geburt des Jesus von Nazareth hat. In einer globalisierten Welt entstehen zudem interkulturelle Stilblüten: In Australien wird mit Inbrunst am Tannenbaum die weiße Weihnacht besungen. Tannenbäume und Schnee gibt es weder in Australien noch im nahen Osten. Wenn das Wort Weihnachten fällt ist auch das Wort Tradition oft nicht weit. Dazu passt ein Satz von Thomas More1: “Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.” Vielleicht kommt es darauf an, dass jede(r) seine eigene Flamme findet. In diesem Sinne wünsche ich Euch / Ihnen ein frohes und sinnreiches Weihnachtsfest. Sinnreich im Sinne einer leuchtenden Flamme, die mit einer lebendigen Bedeutung gefüllt ist. P.S. Das Bild der Laterne habe ich vor einigen Jahren aufgenommen. Es ist eines der Friedenslichter2, die jedes Jahr durch ganz Europa getragen werden. Die erste Laterne wird in Betlehem entzündet und von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen in den Wochen vor Weihnachten durch Europa weiter getragen.
  1. Wikipedia: Thomas More (Morus) []
  2. Wikipedia: Friedenslicht []