Das zweite PM Camp in Stuttgart ist vorüber. Insgesamt war es das fünfte PM Camp, das ich mit organisiert habe. Da Stuttgart mein regionales Heimatcamp ist bin ich natürlich nicht ganz objektiv wenn es um die Nachbetrachtung geht. Dennoch kann ich in gut schwäbischer Formulierung sagen, dass das Camp »nicht schlecht« war1.

Wer hätte das gedacht, dass aus dem Probeballon eine Bewegung werden würde. Allein dieses Jahr finden PM Camps in 6 verschiedenen Städten statt. Eine unserer Visionen »Diskussionen auf Augenhöhe« zu ermöglichen ist wahr geworden. Während des Stuttgarter Camps am vergangenen Wochenende sprach ich mit einer Kollegin, die ich einst als Studentin kennen lernte. Sie hatte noch als Studentin ihr erstes PM Camp besucht und war positiv überrascht, dass Mann/Frau die Studenten nicht erkennen könne. Jetzt gehört sie zu den schon etwas Erfahrenen und überzeugt Kollegen mit aufs PM Camp zu kommen.

ProjektOffene Diskussionen, Hinterfragen quer durch Erfahrungsschätze, Alter und Ausbildungsstände erleichtern das Aufbrechen gewohnter Denkmuster. Genau das steht in der Projekt-Profession meiner Meinung nach dringend an. Ich bemerke deutlich, wie sich meine Sicht eines erfahrenen Projektleiters zurzeit spürbar verändert. Noch vor wenigen Jahren war ich bemüht Projekte besser zu verstehen um die Erfolgswahrscheinlichkeiten zu erhöhen. Heute hinterfrage ich den Projektansatz (siehe Mindmap) viel tiefgehender. Hierzu haben unter anderem die #noestimates und #noproject Diskussionen auf PM Camps beigetragen. Es scheint, dass auch eine weitere Vision der PM Camps »einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Projekt-Managements« zu leisten wahr werden könnte.

An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen einen 3-fachen Dank auszusprechen:

  1. »Nicht schlecht« gehört zu den schwäbischen Formulierungen für höchstes Lob. []