<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>projekt (B)LOG &#187; führung</title>
	<atom:link href="http://www.pentaeder.de/projekte/tag/fuhrung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pentaeder.de</link>
	<description>über teamorientierte Projektleitung und Projektmanagement</description>
	<lastBuildDate>Mon, 30 Jan 2012 04:40:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Projekt oder Gedanken über ein unpassendes Etikett</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/30/projekt-oder-gedanken-uber-ein-unpassendes-etikett/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/30/projekt-oder-gedanken-uber-ein-unpassendes-etikett/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 03:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Definitionen]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=2558</guid>
		<description><![CDATA[Über Etikettenschwindeleien im Projektgeschäft hatte ich schon letzte Woche geschrieben, sie sind auch Thema des heutigen Cartoons. Darüber hinaus möchte ich den Gedanken von Jens Hofmann aufgreifen, der die Fragestellung ob der Projektbegriff in einer agilen Welt überhaupt sinnvoll ist diskutiert hat. Ich stimme ihm zu, dass sich der Projektbegriff nicht überholt hat, ich kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/26/hort-mit-dem-etikettenschwindel-auf/" target="_blank">Etikettenschwindeleien</a> im Projektgeschäft hatte ich schon letzte Woche geschrieben, sie sind auch Thema des heutigen <a href="http://www.pentaeder.de/?p=2556" target="_blank">Cartoons</a>. Darüber hinaus möchte ich den Gedanken von Jens Hofmann aufgreifen, der die <a href="http://www.23actions.com/2011/12/projekte-sind-schadlich-fur-die-gesundheit-ihres-unternehmens" target="_blank">Fragestellung ob der Projektbegriff in einer agilen Welt überhaupt sinnvoll ist</a> diskutiert hat. Ich stimme ihm zu, dass sich der Projektbegriff nicht überholt hat, ich kann aber auch die radikale Gegenposition, dass der Projektbegriff überflüssig sei ein Stück weit nachempfinden. Warum? Der Projektbegriff wird m.E. bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus überstrapaziert. Projekte wohin man schaut, Projektleiter, Teilprojektleiter, Projektmanager, Projektmanagement-Büros, PM-Systeme und vieles mehr geistern durch die Organisationen und Firmen und versuchen Probleme zu lösen, die es ohne die Pseudoprojekte nicht gäbe. Ist das übertrieben? Ich möchte das Problem gewissermaßen aus der Froschperspektive der ursprünglichen Definition eines Projektes angehen und stelle die Frage: &#8220;Was ist ein Projekt?&#8221; Ein Projekt hat folgende Merkmale:</p>
<ol>
<li>ein in Worten beschreibbares Ziel oder Arbeitsergebnis,<br />das in dieser Form noch nicht existiert,</li>
<li>einen Termin an dem mit den Arbeiten begonnen wird,</li>
<li>einen Termin an dem das Arbeitsergebnis vorliegen soll,</li>
<li>mindestens zwei Personen, die zum Arbeitsergebnis beitragen,</li>
<li>sowie mindestens eine weitere Person,<br />an die das Arbeitsergebnis geliefert wird.</li>
</ol>
<p>Diese Minimaldefinition ist gewissermaßen eine Konkretisierung der in der EN ISO 9000:2005 enthaltenen Definition:</p>
<blockquote><p>Ein Projekt ist ein einmaliger Prozess, der aus einem Satz von abgestimmten und gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt.</p></blockquote>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/mindmap.png"><img src="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/mindmap-150x77.png" alt="" title="Mindmap Projektdefinition" width="150" height="77" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1926" /></a> Die nebenstehende Mindmap fasst die Merkmale zusammen und bezieht den Aspekt der temporären Organisation mit ein. Mit dieser Definition wird deutlich, dass der Begriff weiterhin sinnvoll ist. In einer Diskussion auf g+ wurde kürzlich ein eindrückliches Beispiel genannt. Eine Stadt hat Jubiläum, an einem Termin X soll ein Fest mit verschiedenen Veranstaltungen im Stadtgebiet verteilt stattfinden. In der Vorbereitung sind Vertreter der Stadt, von Vereinen, und Bürger beteiligt. Die Aufgabenpalette reicht von der Beschaffung von mobilen Toiletten, über Vertragsgestaltung mit Künstlern, Absperrung von Parkplätzen, Ticketverkauf bis hin zur Anlieferung von Strohballen für ein historisches Bogenturnier. Es werden Landwirte, Juristen, Kaufleute in der Vorbereitung benötigt … und zu guter Letzt begrenzt der Gemeinderat das Budget. Für dieses Vorhaben fällt mir kein besserer Begriff als &#8220;Projekt&#8221; ein. Zudem liegt auf der Hand, dass eine temporäre Organisation benötigt wird, die neben der normalen Organisation einer Stadtverwaltung arbeitet. Das normale Arbeitsaufkommen einer Stadtverwaltung ist im Jubiläumsjahr schließlich genauso hoch wie in allen anderen Jahren.<br />
Wenn alle &#8220;Projekte&#8221; diesen Kriterien genügen würde wäre die Welt übersichtlicher. Ich erlebe es allerdings immer wieder, dass alles was irgendwie nach Veränderung und Neuerung riecht reflexartig als Projekt bezeichnet wird. Die Wartung einer bestehenden Software, die regelmäßig weiter entwickelt wird ist kein Projekt auch wenn ein ganzes Team an der Software entwickelt. Vielleicht genügt ein großer Release-Sprung den Anforderungen eines Projektes. Der Wechsel von 5.1.7 auf 5.1.8 ist aber kein Projekt. Die Beschaffung von Umzugskartons und Büromöbeln ist kein Projekt &#8211; vor allem nicht in einer Organisation in der Umziehen zum Tagesgeschäft gehört. Eine umfangreiche Aufgabe, die sich mittels vieler gleichartiger Arbeitsschritte vollständig parallelisieren lässt ist kein Projekt. Eine Aufgabe, die kein Ende kennt ist ebenfalls kein Projekt. Auf dem Hintergrund kann ich agil arbeitende Teams gut verstehen wenn sie sich gegen den Projektbegriff wehren, vor allem wenn sie verpflichtet werden klassische PM Aufgaben als Pflichtübung mitzuerfüllen. Ich habe mehr als ein Dauer-Entwicklungsteam kennen gelernt, das regelmäßige Berichte mit unsinnigen Gantt-Diagrammen und Ampeln abliefern musste. Die Frage, die sich mir stellt, ist: &#8220;Warum wird dieser notorische Etikettenschwindel betrieben?&#8221;. Hierzu fallen mir eine ganze Reihe von Verdachtsmomenten ein:</p>
<ul>
<li>Mitarbeiter werden mit Pseudo-Titeln angefüttert um mehr Aufgaben zu erledigen. Es werden Aufgaben bei einem Mitarbeiter konzentriert, das Etikett Projekt wird aufgeklebt und der Mitarbeiter zum Projektleiter ernannt.</li>
<li>Organisatorische Änderungen werden aus unterschiedlichen Gründen verschleppt und nicht umgesetzt. Nicht zugeordnete Mitarbeiter werden in &#8220;Projekten&#8221; geparkt. Am Ende wird dies zum Prinzip erhoben und eine Projektorganisation definiert.</li>
<li>Verschleierung von Verantwortungen: Statt Entscheidungen zu treffen werden strategische Projekte aufgesetzt, die gewissermaßen Entscheidungsvarianten ausprobieren. Erweisen sich alle Ideen als schlecht hat man in Gestalt des Projektleiters ggf. einen Schuldigen zur Hand. </li>
<li>Umwidmen von Tagesgeschäft in Projekte um Defizite in Prozessen und Organisation zu kaschieren.</li>
</ul>
<p>Den letzten Punkt möchte ich provokativ ergänzen und erläutern. Im IT-Bereich wird sehr häufig von Projekten gesprochen obwohl eigentlich in vielen Fällen ein fundamentales Interesse bestehen müsste keine Projekte sondern Standard-Installationen mit so wenig wie möglich Anpassungen durchzuführen. Echte Individualentwicklungen, die am ehesten die Merkmale eines Projektes erfüllen, sind auf jeden Fall weniger häufig als es die Unmengen von Pseudoprojekten vermuten lassen. Es kommt sogar vor, dass Projekte durchgeführt werden weil die bereits vorhandene Lösung nicht mehr gefunden wird &nbsp;<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/30/projekt-oder-gedanken-uber-ein-unpassendes-etikett/#footnote_0_2558" id="identifier_0_2558" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das mit der unauffindbaren L&ouml;sung ist leider kein Witz sondern eine konkrete Erfahrung. Im fraglichen Fall wurde ein Teilprojekt f&uuml;r Datenbeschaffung und Datenerfassung aufgesetzt. Es handelte sich hierbei um Daten, die bereits erfasst wurden, die Organisation aber nicht mehr in der Lage war zu ermitteln wo die Daten gespeichert wurden. Ein Teil der Daten wurde dann von noch vorhandenen ausgedruckten Dokumenten abgetippt.">1</a></sup>.</p>
<p>Dass nicht jede Organisation perfekt funktioniert liegt auf der Hand. Dass Umwege gesucht werden um die Aufgaben zu lösen und die Umwege als Projekte bezeichnet werden, könnte man auch entspannt als &#8220;gesunden Pragmatismus&#8221; bezeichnen. Wenn man die Umwege pragmatisch beschreiten dürfte wäre dagegen wenig einzuwenden. De Realität sieht jedoch anders aus. Es wird versucht den vielen Pseudo-Projekten mit den ungeeigneten Methoden zu Leibe zu rücken. Viele gute Ansätze werden abgenutzt wenn nicht gar vergeudet um Probleme zu lösen, die es nicht gäbe wenn der Etikettenschwindel aufhören würde. Multiprojektmanagement, mehrdimensionale Resourcenplanung, Aufteilung von Arbeitszeiten einzelner Mitarbeiter über mehrere Projekte hinweg und vieles mehr wäre unnötig wenn man sich an die zwei folgenden Grundsätze halten würde:</p>
<ul>
<li>nur echte Projekte machen</li>
<li>jede( r ) nur ein Projekt</li>
</ul>
<p>Zu 100% werden sich diese Grundsätze nie einhalten lassen aber es lohnt sich den Weg zu beschreiten. Wenn ein Handwerker einen Nagel mit dem Griff eines Schraubendrehers einklopft liegt die Unsinnigkeit auf der Hand. Defiziten in der Organisation mit Verbesserung von Projektmanagement-Methoden entgegenzutreten ist in meinen Augen ähnlich unsinnig &nbsp;<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/30/projekt-oder-gedanken-uber-ein-unpassendes-etikett/#footnote_1_2558" id="identifier_1_2558" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erg&auml;nzung zu Anspruch und Wirklichkeit. Ich selbst habe auch schon N&auml;gel mit dem Griff eines Messers eingeklopft. Das ging irgendwie und ist im Einzelfall vielleicht sogar schneller als das Herbeiholen eines Hammers. Als grunds&auml;tzliches Arbeitsprinzip f&uuml;r das Einschlagen von N&auml;geln taugt das aber nicht. Dann ist es besser daf&uuml;r zu sorgen, dass ein Hammer in der N&auml;he ist.">2</a></sup>.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/Pole_Projekte_Organisationen.jpg"><img src="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/Pole_Projekte_Organisationen-300x226.jpg" alt="" title="Pole_Projekte_Organisationen" width="300" height="226" class="alignleft size-medium wp-image-2570" /></a>Wenn ich die bisher geäußerten Gedanken in eine Grafik fassen wollte sehe ich drei Ecken: Projekte, Stabile Organisationen und Organisationen im Wandel. Dass von stabilen Organisationen Projekte gestartet werden können ist trivial. Spannend ist der Bereich zwischen sich im Wandel befindlichen Organisationen und Projekten. Wie schon geschrieben ein simples Ausdehnen von Projekt-Werkzeugen und Methoden auf die Organisation halte ich nicht für geeignet. Was sich hinter dem Fragezeichen verbergen könnte ist noch nicht zu Ende formuliert wird aber im Laufe der Woche folgen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2558" class="footnote">Das mit der unauffindbaren Lösung ist leider kein Witz sondern eine konkrete Erfahrung. Im fraglichen Fall wurde ein Teilprojekt für Datenbeschaffung und Datenerfassung aufgesetzt. Es handelte sich hierbei um Daten, die bereits erfasst wurden, die Organisation aber nicht mehr in der Lage war zu ermitteln wo die Daten gespeichert wurden. Ein Teil der Daten wurde dann von noch vorhandenen ausgedruckten Dokumenten abgetippt.</li><li id="footnote_1_2558" class="footnote">Ergänzung zu Anspruch und Wirklichkeit. Ich selbst habe auch schon Nägel mit dem Griff eines Messers eingeklopft. Das ging irgendwie und ist im Einzelfall vielleicht sogar schneller als das Herbeiholen eines Hammers. Als grundsätzliches Arbeitsprinzip für das Einschlagen von Nägeln taugt das aber nicht. Dann ist es besser dafür zu sorgen, dass ein Hammer in der Nähe ist.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2012/01/30/projekt-oder-gedanken-uber-ein-unpassendes-etikett/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der undankbare Job des Projektleiters</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2011/12/13/der-undankbare-job-des-projektleiters/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2011/12/13/der-undankbare-job-des-projektleiters/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 05:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=2218</guid>
		<description><![CDATA[ Ein Stück weit ist es das Thema des heutigen Cartoons: Einerseits der Wunschtraum der ausgezeichneten Rolle des Projektleiters oder Managers andererseits die lästige Pflicht Berichte zu schreiben und ggf. den Ärger abzubekommen wenn es nicht gut läuft. Im GPM-Blog wurde dieses Thema vor kurzem ebenfalls aufgegriffen: Immer noch zu wenig Wertschätzung gegenüber Projektmanagern &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/projekt_cartoon_012_traum_pl1.jpg"><img src="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/projekt_cartoon_012_traum_pl1-150x101.jpg" alt="" title="projekt_cartoon_012_traum_pl" width="150" height="101" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2219" /></a> Ein Stück weit ist es das Thema des heutigen Cartoons: Einerseits der Wunschtraum der ausgezeichneten Rolle des Projektleiters oder Managers andererseits die lästige Pflicht Berichte zu schreiben und ggf. den Ärger abzubekommen wenn es nicht gut läuft. Im GPM-Blog wurde dieses Thema vor kurzem ebenfalls aufgegriffen: <a href="http://gpm-blog.de/immer-noch-zu-wenig-wertschatzung-gegenuber-projektmanagern/" target="_blank">Immer noch zu wenig Wertschätzung gegenüber Projektmanagern</a> &#8211; hier sagt der Titel schon fast alles. Auch bei Stefan Hagen gab es schon Artikel dazu: <a href="http://pm-blog.com/2011/06/18/karriere-als-projektleiter" target="_blank">Karriere als Projektleiter</a>. Ein gewisser Grundtenor scheint klar, die Würdigung der Aufgabe Projektmanagement fällt in vielen Organisationen schwer. Auf einen weiteren Gedanken bin ich kürzlich in einem Gespräch mit Professor <a href="http://www.hdm-stuttgart.de/hochschule/kontakt/suche_ergebnis_liste?Id=500050" target="_blank">Oliver Kretzschmar</a> gestoßen. Er sagte sinngemäß: &#8220;Meine Studenten haben eine völlig falsche Vorstellung vom Projekt-Management-Geschäft &#8230; das ist meistens ziemlich anstrengend weil man es ständig mit Menschen zu tun hat&#8221;. Kommunikation, Umgang mit Menschen, Konflikte aushalten und lösen, Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zur Zusammenarbeit zu bringen &#8211; das ist die Kernaufgabe eines Projektleiters. Dass er hierfür manchmal ein großes Instrumentarium an Methoden braucht ist klar. Letztendlich zählt aber das Ergebnis: Die am Projekt beteiligten Menschen müssen mit einander reden und arbeiten können. Dies herbei zu führen ist manchmal sehr anstrengend. Wie sagte schon Professor Dr. Friedemann Schulz von Thun der Erfinder des Kommunikationsquadrates: &#8220;<a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2009/11/18/menschen-die-miteinander-zu-schaffen-haben-machen-einander-zu-schaffen/" target="_blank">Menschen, die miteinander zu schaffen haben, machen einander zu schaffen</a>&#8220;. Und mitten im Zentrum dieses &#8220;zu schaffen Machens&#8221; steht der Projektleiter. Damit wird plausibler warum der Job nicht halb so cool ist wie er sich anhört und warum er in manchen (nach Linie aufgebauten) Organisationen so wenig gewürdigt werden kann.</p>
<p>P.S. Ich bin gerne Projektleiter, weil mir die Arbeit mit Menschen in wechselnden Zusammenhängen Spaß macht.</p>
<p><strong>Nachtrag gewissermaßen als ausführliche Antwort auf <a href="http://ittakes.wordpress.com/" target="_blank">Nadjas</a> Kommentar:</strong></p>
<p>Ich empfinde meine Aufgaben als Projektleiter alles andere als undankbar. Das gemeinsame Arbeiten und Erfolg haben und das Bewusstsein einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Als selbstständiger Projektleiter bin ich ohnehin von den Karriere- und Belohnungsoptionen der Organisationen für die ich arbeite ausgeklammert. Die Frage nach der Karriere stellt sich mir daher nicht. Ich erinnere mich aber an den Beginn meiner beruflichen Laufbahn. Ich gehörte bei meinem damaligen Arbeitgeber zum privilegierten Kreis der Visitenkarten &#8211; Inhaber. Auf der Karte stand zwar Projekt-Manager außer dem Privileg der Karte an sich gab es aber keine weiteren. Unabhängig von den Projekten für die ich verantwortlich war bekam ich nach einiger Zeit zusätzlich eine leitende Funktion in der normalen Organisation und auch einen zweiten Satz Visitenkarten auf dem &#8220;Leiter &#8230;&#8221; stand. Der gefühlte Unterschied der Auswirkungen war immens obwohl die nervenaufreibende aber auch spannende und lohnende Arbeit immer noch unter der Flagge der alten Karte anfiel. Im Sinne der Belohnung in der Organisation empfand ich die Projekt-Aufgaben im Vergleich zur Führungsposition in der Linie damals als undankbar.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2011/12/13/der-undankbare-job-des-projektleiters/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Selbstorganisation in Projekten?Die erste von 2 kurzen Antworten</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/12/warum-selbstorganisation-in-projektendie-erste-von-2-kurzen-antworten/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/12/warum-selbstorganisation-in-projektendie-erste-von-2-kurzen-antworten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 06:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppendynamik]]></category>
		<category><![CDATA[Teamarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Teamentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Teamphasen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1696</guid>
		<description><![CDATA[Lohnt sich Selbstorganisation? Ich hatte schon einmal einen Beitrag mit diesem Titel geschrieben. Ich schreibe heute ein Update weil mir diese Frage in regelmäßigen Abständen wenn auch in etwas anderen Formulierung immer wieder aus Neue gestellt wird: &#8220;Was habe ich von guten Teams oder Selbstorganisation – was bringt mir das?&#8221;. Ich gebe zwei Antworten auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lohnt sich Selbstorganisation? Ich hatte schon einmal einen Beitrag mit diesem Titel geschrieben. Ich schreibe heute ein Update weil mir diese Frage in regelmäßigen Abständen wenn auch in etwas anderen Formulierung immer wieder aus Neue gestellt wird: &#8220;Was habe ich von guten Teams oder Selbstorganisation – was bringt mir das?&#8221;. Ich gebe zwei Antworten auf diese Frage:</p>
<ol>
<li>Erfolgreichere Projekte!</li>
<li>Zufriedenere Menschen!</li>
</ol>
<p><strong>Erfolgreichere Projekte</strong></p>
<p>Der Grad der Selbstorganisation<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/12/warum-selbstorganisation-in-projektendie-erste-von-2-kurzen-antworten/#footnote_0_1696" id="identifier_0_1696" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Selbstorganisation zielgerichteter Arbeit entsteht als Ergebnis eines gruppendynamischen Prozesses den das Projektteam durchlebt. Hierbei wird eine innere Rollenkl&auml;rung durchgef&uuml;hrt. Weniger diplomatisch formuliert: Es gibt  Machtk&auml;mpfe. Am Ende entsteht ein Ger&uuml;st aus teilweise unausgesprochenen Normen, Regeln und Verhaltensmustern. Dieses Ger&uuml;st stellt die selbst geschaffene Organisation dar.">1</a></sup> in einem Team lässt sich mit Kontrollfragen<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/12/warum-selbstorganisation-in-projektendie-erste-von-2-kurzen-antworten/#footnote_1_1696" id="identifier_1_1696" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die erw&auml;hnten Kontrollfragen und die Ermittlung des Teamzustandes werden hier am Beispiel einer kleineren Stichprobe beschrieben Weiche Faktoren sind wichtig.">2</a></sup>  grob ermitteln. Salopp formuliert lässt sich über die Auswertung der Fragen grob differenzieren ob es sich um ein (selbstorganisiertes) Team oder eine ggf. teilweise zerstrittene Arbeitsgruppe handelt.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/grafiken_projekterfolg_teamphasen.gif"><img src="http://www.pentaeder.de/wp-content/uploads/grafiken_projekterfolg_teamphasen-150x112.gif" alt="" title="grafiken_projekterfolg_teamphasen" width="150" height="112" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1697" /></a>Für nebenstehende Grafik haben wir erstmals die Untersuchungsergebnisse der letzten 5 Jahre zusammengetragen und  für 478 Projekte die Erfolgsquoten der Projekte in Abhängigkeit des Teamzustands ermittelt. Das Ergebnis spricht eine mehr als deutliche Sprache. Von den 478 Projekten hatten 199 gute Teams, von denen wiederum 132 erfolgreich waren. Dies entspricht einer Erfolgsquote von ca. 66%. Bei den Projekten mit schlechten Teams sieht es hingegen düster aus. Nur 6 von 40 Projekten waren erfolgreich (15%). </p>
<p>Anders herum formuliert: Wer sich schlechte Teams leistet überzieht in mindestens 8 von 10 Projekten das Budget und/oder den Termin. Die Alternative ist es sich um die Teams zu kümmern, die Selbstorganisation zuzulassen um dann nur noch jedes dritte Projekt zu überziehen. Jede(r) hat die freie Wahl.</p>
<p>Die zweite Antwort &#8220;Zufriedene Menschen&#8221; <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/17/warum-selbstorganisation-in-projekten-die-zweite-von-2-kurzen-antworten/">steht hier</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1696" class="footnote">Selbstorganisation zielgerichteter Arbeit entsteht als Ergebnis eines gruppendynamischen Prozesses den das Projektteam durchlebt. Hierbei wird eine innere Rollenklärung durchgeführt. Weniger diplomatisch formuliert: Es gibt  Machtkämpfe. Am Ende entsteht ein Gerüst aus teilweise unausgesprochenen Normen, Regeln und Verhaltensmustern. Dieses Gerüst stellt die selbst geschaffene Organisation dar.</li><li id="footnote_1_1696" class="footnote">Die erwähnten Kontrollfragen und die Ermittlung des Teamzustandes werden hier am Beispiel einer kleineren Stichprobe beschrieben <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/09/weiche-faktoren-sind-wichtig/" target="_blank">Weiche Faktoren sind wichtig</a>.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/11/12/warum-selbstorganisation-in-projektendie-erste-von-2-kurzen-antworten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>manomama &#8211; ein Unternehmen M</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/10/13/manomama-ein-unternehmen-m/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/10/13/manomama-ein-unternehmen-m/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 03:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Teamarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen M]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1550</guid>
		<description><![CDATA[Zur Erinnerung: Das M steht für Mensch und nicht für die vielen &#8220;m&#8221; in manomama. Vor einiger Zeit hatte ich zwei wesentliche Merkmale1 &#8220;für ein Unternehmen M&#8221; benannt:

Eine gemeinsam getragene, sinnstiftende Vision der Gründer und Mitarbeiter.
Das Zulassen von Selbstorganisation2.

Mit manomama möchte ich heute ein weiteres konkretes Unternehmen M vorstellen. manomama ist ein unmögliches Textilunternehmen. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Erinnerung: Das M steht für Mensch und nicht für die vielen &#8220;m&#8221; in <a href="http://www.manomama.de/content/impressum"><em>manomama</em></a>. Vor einiger Zeit hatte ich zwei wesentliche Merkmale<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/10/13/manomama-ein-unternehmen-m/#footnote_0_1550" id="identifier_0_1550" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Enterprise M das neue Unternehmen">1</a></sup> &#8220;für ein Unternehmen M&#8221; benannt:</p>
<ul>
<li>Eine gemeinsam getragene, sinnstiftende Vision der Gründer und Mitarbeiter.</li>
<li>Das Zulassen von Selbstorganisation<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/10/13/manomama-ein-unternehmen-m/#footnote_1_1550" id="identifier_1_1550" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="F&uuml;hrung ist ein Aspekt eines dynamischen Rollenwechsels in der selbstorganisierten Gruppe und wird ggf. von verschiedenen Menschen wahrgenommen. Selbstorganisation liefert immer eine Hierarchie, allerdings eine dynamische und situations &ndash; ad&auml;quate.">2</a></sup>.</li>
</ul>
<p>Mit <em>manomama</em> möchte ich heute ein weiteres konkretes Unternehmen M vorstellen. <em>manomama</em> ist ein unmögliches Textilunternehmen. Es ist unmöglich in Deutschland Textilien zu produzieren und vernünftige Löhne zu zahlen, es ist unmöglich einen gestorbenen Textilstandort wie Augsburg wiederzubeleben, das Ganze noch ökologisch &#8211; unmöglich! Und es gibt doch einige wenige wie die Gründerin Sina Trinkwalder, die eine Vision haben, dass es doch geht. Den Punkt Vision können wir also getrost abhaken.</p>
<p>Wie sieht es mit der Selbstorganisation aus? Ist das in einem produzierenden Unternehmen überhaupt möglich? Ja es ist möglich. Um ganz ehrlich zu sein hier war ich selbst ein wenig skeptisch. Sina beschreibt im Unternehmens-Blog eindrücklich wie der Produktionsablauf, der nach bestem Wissen und Gewissen gestaltet war, nach Anlaufschwierigkeiten wieder umgestaltet wurde. Die Ideen hierzu kamen von den Mitarbeitern. Wohlgemerkt es war keine Situation in der die Unternehmensleitung eine Umorganisation wollte und dann Ideen  der Belegschaft eingeholt wurden. Es ging darum, dass so produziert wird, dass sich die Mitarbeiter wohler fühlen. Das ist ein Musterbeispiel für den ersten Punkt des agilen Manifestes &#8220;teams and interactions over processes and tools&#8221; obwohl Textilien wahrlich nicht viel mit Software gemein haben. Die selbstbestimmte Zusammenarbeit der Menschen hat im Zweifelsfall höhere Priorität als der zuvor definierte Prozess. Dass hinterher auch noch die Qualität besser wurde belegt einmal wieder, dass Qualität von Menschen und nicht von Prozessen gemacht wird &#8211; siehe Blogartikel: <a href="http://www.manomama.de/blog/2010/04/22/aber-muss-ja/" target="_blank">Aber muss ja!</a>.</p>
<p>Das Ermöglichen und Zulassen der Selbstorganisation ist ein Führungsverständnis, das anerkennt, dass je nach Fragestellung andere Menschen das entscheidende Wort haben. Die Entscheidungsbefugnis ist nicht per Definition an einer Position fixiert. Hier möchte ich wieder auf den Unternehmens-Blog verweisen. Die Entscheidung über Lieferanten ist nicht Sache eines organisierten Einkaufs, sondern wird wesentlich von den richtigen Menschen bestimmt &#8211; siehe Blogartikel: <a href="http://www.manomama.de/blog/2010/09/21/vom-werber-zum-weber-1/" target="_blank">Vom Werber zum Weber (1)</a>.</p>
<p>Ich wünsche mir noch mehr Unternehmen dieser Art.</p>
<p><strong>Nachgedanken</strong>: </p>
<p><em>manomama</em> ist ein soziales Unternehmen und zahlt faire Löhne. Faire Löhne sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein &#8211; sind es in Deutschland aber nicht mehr. Wie sehr die Menschen durch die Schaffung des Niedriglohnsektors und die Hartz-Aufstockpraxis entwürdigt wurden, wird deutlich, wenn Menschen um Arbeit betteln müssen, als Bittsteller auftreten und von sich aus das Angebot machen, dass sie Aufstockgeld mitbringen. Hierzu sei dieser Beitrag als Lektüre empfohlen: <a href="http://www.manomama.de/blog/2010/04/16/ihr-musst-euch-nicht-entschuldigen/" target="_blank">Ihr müsst Euch nicht entschuldigen</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1550" class="footnote"><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/" target="_blank">Enterprise M das neue Unternehmen</a></li><li id="footnote_1_1550" class="footnote">Führung ist ein Aspekt eines dynamischen Rollenwechsels in der selbstorganisierten Gruppe und wird ggf. von verschiedenen Menschen wahrgenommen. Selbstorganisation liefert immer eine Hierarchie, allerdings eine dynamische und situations – adäquate.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/10/13/manomama-ein-unternehmen-m/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>GSW &#8211; ein erstes Unternehmen M</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/gsw-ein-erstes-unternehmen-m/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/gsw-ein-erstes-unternehmen-m/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 07:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen M]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1505</guid>
		<description><![CDATA[M steht für Mensch. Wie angekündigt möchte ich heute auch gleich das erste Unternehmen vorstellen. Die GSW mbH befindet sich derzeit in der Gründung. Die Gründer verfolgen einen sehr radikalen Ansatz. Sie schreiben selbst

Wir gründen eine GmbH, in der alle geschäftsführende Gesellschafter sein werden. Von den Gründern bis zur Assistenz. Wir ziehen damit die Konsequenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M steht für Mensch. Wie angekündigt möchte ich heute auch gleich das erste Unternehmen vorstellen. Die <a href="http://swinfo.wordpress.com/" target="_blank">GSW mbH</a> befindet sich derzeit in der Gründung. Die Gründer verfolgen einen sehr radikalen Ansatz. Sie schreiben selbst</p>
<blockquote><p>
Wir gründen eine GmbH, in der alle geschäftsführende Gesellschafter sein werden. Von den Gründern bis zur Assistenz. Wir ziehen damit die Konsequenz aus unserer Überzeugung, dass Menschen im Allgemeinen intelligent, verantwortungsbewusst und sorgsam sind.
</p></blockquote>
<p>Alle tragen zum Unternehmen bei, alle entscheiden mit. Es gibt keine Organisationsstruktur im üblichen Sinne<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/gsw-ein-erstes-unternehmen-m/#footnote_0_1505" id="identifier_0_1505" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im ersten Kommentar hat Gebhard ausf&uuml;hrlich erl&auml;utert wie diese aussieht.">1</a></sup>. Die muss sich &#8211; falls benötigt &#8211; aus den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Rahmenbedingungen des Geschäftes selbst entwickeln. </p>
<p>Sie unternehmen ein Experiment. Mit dem RealExperiment-sinnvoll-wirtschaften wollen sie beweisen, dass es auch anders geht. In gewisser Weise ist dieses Experiment der Prototyp des Unternehmens M. Sie haben eine gemeinsame Vision, einen Sinn, sie setzen auf Selbstorganisation und einen radikal neuen Führungsansatz.</p>
<p>Auf Ihrer Webseite gibt es auch einen kurzen <a href="http://swinfo.wordpress.com/2010/09/08/realexperiment-der-film/">Film über das Experiment</a> zu sehen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1505" class="footnote">Im ersten Kommentar hat Gebhard ausführlich erläutert wie diese aussieht.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/gsw-ein-erstes-unternehmen-m/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Enterprise M &#8211; das neue Unternehmen</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 03:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen M]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1497</guid>
		<description><![CDATA[Gestern habe ich schon versucht den Begriff einer neuen Führung in Worte zu fassen. Über Visionen1, die gleichermaßen für Projekte und Unternehmen wichtig sind, habe ich ebenfalls schon geschrieben. Ich möchte diese Gedanken nun zusammen führen um ein neues Bild eines Unternehmens zu zeichnen. 
Die Mode Versionsnummern zu verwenden ließ unter anderem den Begriff Enterprise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich schon versucht den Begriff einer neuen Führung in Worte zu fassen. Über Visionen<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/#footnote_0_1497" id="identifier_0_1497" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber Unternehmen und Visionen">1</a></sup>, die gleichermaßen für Projekte und Unternehmen wichtig sind, habe ich ebenfalls schon geschrieben. Ich möchte diese Gedanken nun zusammen führen um ein neues Bild eines Unternehmens zu zeichnen. </p>
<p>Die Mode Versionsnummern zu verwenden ließ unter anderem den Begriff Enterprise 2.0 entstehen. Enterprise 2.0 ein Konglomerat aus Web 2.0, Web-Service, Kommunikations- und Kollaborationswerkzeugen, Social Media und anderen Hypes. Ein Stück weit ist es wie alter Wein in neuen Schläuchen. Die Unternehmen sind nach wie vor oft Hierarchie- und Loyalitäts-zentriert. Mitarbeiter sind Kostenfaktoren und müssen gesteuert werden. Auch wenn inzwischen von sozialen Systemen gesprochen hat sich am Grundgedanken der Steuerung im Sinne des Taylorismus<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/#footnote_1_1497" id="identifier_1_1497" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wikipedia: Taylorismus">2</a></sup> nicht viel verändert.</p>
<p>Dem möchte ich eine Vision eines <strong>Unternehmen M</strong> entgegen setzen. <strong>M steht für Menschen</strong>. Unternehmen, die von Menschen mit einer gemeinsamen Vision gemeinsam getragen und gesteuert werden. Das mag sich ein wenig nach idealistischer Weltverbesserung anhören &#8211; das soll es auch sein. Die Krisen, die von international operierenden, nahezu ausschließlich monetär orientierten Unternehmen mit verursacht wurden, zeigen auf, dass es in dieser Form nicht weiter gehen kann.</p>
<p>Ich wünsche mir Unternehmen</p>
<ul>
<li>die von einer gemeinsamen Vision der Gründer und Mitarbeiter getragen werden,</li>
<li>die einen Sinn formulieren können,</li>
<li>die Selbstorganisation zulassen</li>
<li>und eine neue <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/" target="_blank">Führung</a> leben.</li>
</ul>
<p>Solche Unternehmen sind nicht an jeder Ecke zu finden, aber es gibt sie wirklich, über einige werde ich in den nächsten Tagen und Wochen unter dem <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/tag/unternehmen-m/">Schlagwort Unternehmen M</a> berichten.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1497" class="footnote"><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/17/uber-unternehmen-und-visionen/" target="_blank">Über Unternehmen und Visionen</a></li><li id="footnote_1_1497" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taylorismus" target="_blank">Wikipedia: Taylorismus</a></li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/22/enterprise-m-das-neue-unternehmen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein neues Verständnis von Führung?!</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 05:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1487</guid>
		<description><![CDATA[Wer sich mit Projektmanagement und Projektleitung befasst kommt nicht umhin sich auch mit dem Thema Führung auseinanderzusetzen. Angesichts des viel beschworenen Wandels, der neuen Wichtigkeit von Kommunikation, dem Schlagwort des Enterprise 2.0 oder der zunehmenden Agilität in Projekten wird häufig zwischen alter und neuer Führung unterschieden. So spricht z.B. Professor Kruse in einem Video1 über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich mit Projektmanagement und Projektleitung befasst kommt nicht umhin sich auch mit dem Thema Führung auseinanderzusetzen. Angesichts des viel beschworenen Wandels, der neuen Wichtigkeit von Kommunikation, dem Schlagwort des Enterprise 2.0 oder der zunehmenden Agilität in Projekten wird häufig zwischen alter und neuer Führung unterschieden. So spricht z.B. Professor Kruse in einem Video<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/#footnote_0_1487" id="identifier_0_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Old school und New School F&uuml;hrung">1</a></sup> über Old School und New School Führung. Er macht die Notwendigkeit einer neuen Führung am &#8220;zunehmenden Change&#8221; fest. Der Old-School-Manager beherrscht das</p>
<ul>
<li>Organisieren und Steuern von Systemen (in der Optimierungsphase des Unternehmens</li>
</ul>
<p>Der New-School-Manager sollte zusätzlich folgende Fähigkeiten haben (im <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YTY8JKHjufY" target="_blank">Video</a> ab Minute 1:20):</p>
<ul>
<li>Menschen zu coachen im Sinne der Teamführung</li>
<li>Menschen zu faszinieren im Sinne der Sinnstiftung</li>
<li>Vernetzung der Menschen zu fördern im Sinne einer übersummativen Intelligenz</li>
</ul>
<p>Das hört sich gut an, und ähnelt den Worten, die ich häufig verwende, dennoch bin ich nicht vollständig einverstanden. Auch das neue Manager-Verständnis, das Professor Kruse hier nur stellvertretend für viele andere zusammenfasst, enthält implizit zwei Grundannahmen:</p>
<ul>
<li>Es gibt einen Manager, der besser Bescheid weiß als die Mitarbeiter<br />
und ihnen deshalb kraft Amtes den Weg weist.</li>
<li>Der Manager ist kraft äußerer Rahmenbedingungen gesetzt.</li>
</ul>
<p>Und wenn die Worte noch so &#8220;neu&#8221; klingen lebt in ihnen das Prinzip des Taylorismus<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/#footnote_1_1487" id="identifier_1_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wikipedia: Taylorismus">2</a></sup> immer noch weiter. Der Mensch mit seinen Fähigkeiten bleibt nach wie vor außen vor, Selbstorganisation wird immer noch nicht akzeptiert. In meinem Verständnis von Führung zumindest im Kontext von Projekten sollte ein <strong>Leiter</strong><sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/#footnote_2_1487" id="identifier_2_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Begriff der Leitung wird bewusst zur Abgrenzung gegen&uuml;ber Management verwendet. Der Begriff Managment hat seine Wurzeln im &amp;#8220;Steuern und Verwalten&amp;#8221; und umfasst origin&auml;r nur den ersten Punkt der aufgez&auml;hlten F&auml;higkeiten.">3</a></sup> ähnliche aber auch noch weitere Fähigkeiten haben:</p>
<ul>
<li>Beherrschung des relevanten Organisationshandwerks</li>
<li>Fähigkeit und Bereitschaft zu coachen und Wissen zu teilen</li>
<li>Menschen zu faszinieren und zu begeistern</li>
<li>Kommunikation und Vernetzung zu fördern</li>
<li>Bereitschaft die Selbstorganisation der Gruppe zu ermöglichen und zuzulassen</li>
<li>Bereitschaft die Führung abzugeben</li>
</ul>
<p>Mit anderen Worten: Führung ist ein Aspekt eines dynamischen Rollenwechsels in der selbstorganisierten Gruppe und wird ggf. von verschiedenen Menschen wahrgenommen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1487" class="footnote"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=YTY8JKHjufY" target="_blank">Old school und New School Führung</a></li><li id="footnote_1_1487" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taylorismus" target="_blank">Wikipedia: Taylorismus</a></li><li id="footnote_2_1487" class="footnote">Der Begriff der Leitung wird bewusst zur Abgrenzung gegenüber Management verwendet. Der Begriff Managment hat seine Wurzeln im &#8220;Steuern und Verwalten&#8221; und umfasst originär nur den ersten Punkt der aufgezählten Fähigkeiten.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/09/21/ein-neues-verstandnis-von-fuhrung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was bedeutet Verantwortung?</title>
		<link>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/03/04/was-bedeutet-verantwortung/</link>
		<comments>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/03/04/was-bedeutet-verantwortung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 08:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[führung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pentaeder.de/?p=1199</guid>
		<description><![CDATA[Am 02.03. wurde in der ARD Sendung “Maischberger”  das Thema “Ihr da oben, Ihr da unten – wer sind die wahren Asozialen?”  besprochen1. Unter anderem war der Unternehmer Wolfgang Grupp zu Gast. Seine Meinung hat die Diskussion &#8211; vorsichtig formuliert &#8211; sehr belebt. In den ersten Minuten, in denen Herr Grupp zu Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 02.03. wurde in der ARD Sendung “Maischberger”  das Thema “Ihr da oben, Ihr da unten – wer sind die wahren Asozialen?”  besprochen<sup><a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2010/03/04/was-bedeutet-verantwortung/#footnote_0_1199" id="identifier_0_1199" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Sendung in der ARD Mediathek. Die oben zitierten Aussagen beginnen ca. bei Minute 12:35.">1</a></sup>. Unter anderem war der Unternehmer Wolfgang Grupp zu Gast. Seine Meinung hat die Diskussion &#8211; vorsichtig formuliert &#8211; sehr belebt. In den ersten Minuten, in denen Herr Grupp zu Wort kommt spricht er unter anderem von unternehmerischer  Verantwortung:</p>
<p class="zitat">
Wer eine Milliardenpleite hinlegt und anschließend Milliardär bleibt und den Steuerzahler die Milliarden Verluste zahlen lässt ist für mich kein Unternehmer sondern ein Ausbeuter. Das ist das Problem, dieser Geschichte, wie es immer mehr nach Deutschland kommt, dass wir hier Insolvenz machen können und anschließend die Steuerzahler die Zeche zahlen lassen. Die Herren, die im Größenwahn Insolvenz machen sind hinterher fein raus. Wir brauchen die Verantwortung zurück. Wir brauchen die persönliche Verantwortung großer Entscheidungsträger, ob sie Minister sind, ob sie in Aufsichtsräten sitzen und über Banken Real Estate oder alles mögliche im Größenwahn entscheiden &#8211; sie müssen auch in der Verantwortung stehen wenn es schief geht und nicht nur in der Verantwortung stehen wollen, wenn es gut geht und dann kassieren sondern sie müssen endlich mal auch für ihre Verluste verantwortlich sein. Dann haben wir die ganzen Probleme nicht. Das was Herr Westerwelle angeschnitten hat ist im Prinzip richtig: &#8220;Leistung muss sich lohnen&#8221; und Nicht-Leistung darf nicht gleich entlohnt werden wie eine Leistung. Aber &#8211; wenn Herr Westerwelle das anschneidet, dann muss er natürlich auch ganz klar sagen: &#8220;Wenn ich sage, die müssen arbeiten, dann bin ich in der Politik auch verantwortlich, dass ich dafür sorge, dass genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen&#8221;. Wenn ich meinen Mitarbeiter &#8211; und ich habe 1200 &#8211; sage &#8220;Ihr seit faul&#8221;, dann ist es meine Aufgabe ihnen Arbeit zu geben.
</p>
<p>Es sind bemerkenswerte Sätze. Sie zeigen sehr plakativ die zwei Seiten der Verantwortung auf. Verantwortung zu tragen, wenn alles gut läuft kann sehr angenehm sein. Wer will nicht die (verdienten) Lorbeeren ernten. Wenn es eng wird, Termin- und Budgetüberschreitungen drohen oder sich gar Verluste des Unternehmens ankündigen, dann wird es schon schwieriger sich zur Verantwortung zu bekennen. </p>
<p>JA &#8211; zur Verantwortung muss mann oder frau sich bekennen. Dieses Bekenntnis ist einer der Faktoren die eine(n) gute(n) Projektleiter(in) ausmachen. Ver<strong>antwort</strong>ung bedeutet im Sinn des Wortes, im Falle eines Misserfolgs die <strong>Antworten</strong>auf die unangenehmen Fragen zu geben und die Konsequenzen zu tragen. Mit einem einfachen &#8220;ich war es nicht &#8211; der andere wars&#8221; ist es nicht getan.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1199" class="footnote"> <a href="http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/3921678?pageId=&#038;moduleId=311210&#038;categoryId=&#038;goto=&#038;show=" target="_blank">Sendung in der ARD Mediathek</a>. Die oben zitierten Aussagen beginnen ca. bei Minute 12:35.</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pentaeder.de/projekte/2010/03/04/was-bedeutet-verantwortung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

