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	<title>projekt (B)LOG &#187; Verteilte Teams</title>
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	<description>über teamorientierte Projektleitung und Projektmanagement</description>
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		<title>Virtuelle oder verteilte Teams</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 07:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Eberhard Huber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Projektmanagement RT]]></category>
		<category><![CDATA[Teamarbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Verteilte Teams]]></category>

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Ich gestehe der Begriff des &#8220;virtuellen Teams&#8221; steht nur in der Überschrift um Futter für die Suchmaschinen zu liefern. Ich halte den Begriff für mehr als irreführend. Ein Team, d.h. eine kooperierende Gruppe kann nicht virtuell sein, sie kann nur &#8220;verteilt&#8221; sein. Verteilt im Sinne des räumlichen Arbeitsplatzes oder verteilt im Sinne verschobener Arbeitszeiten.
Haben verteilte [...]]]></description>
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<p>Ich gestehe der Begriff des &#8220;virtuellen Teams&#8221; steht nur in der Überschrift um Futter für die Suchmaschinen zu liefern. Ich halte den Begriff für mehr als irreführend. Ein Team, d.h. eine kooperierende Gruppe kann nicht virtuell sein, sie kann nur &#8220;verteilt&#8221; sein. Verteilt im Sinne des räumlichen Arbeitsplatzes oder verteilt im Sinne verschobener Arbeitszeiten.</p>
<p>Haben verteilte Teams irgendwelche Besonderheiten &#8211; NEIN. Es sind die gleichen Faktoren zu berücksichtigen wie bei einem Team, das an einem Ort sitzt: Gemeinsame Ziele, klare Zugehörigkeit, Vertrauen und Kooperation sind wichtig. Die Teams machen &#8211; verteilt oder nicht &#8211; die gleichen gruppendynamischen Phasen durch, werden dabei zum echten Team oder eben nicht. Nichts hiervon geschieht bei einem eng zusammensitzenden Team automatisch, auch hier kann die Gruppendynamik zu einem zerstrittenen Haufen oder einer Reihe von EinzelkämperInnen führen.</p>
<p>Es sind eigentlich nur zwei Aspekte bei denen sich ein wirklicher Unterschied zeigt:</p>
<ul>
<li>zeitlicher Verlauf der Gruppendynamik</li>
<li>Effekte durch Einsatz von speziellen Kommunikationsformen</li>
</ul>
<p><span id="more-718"></span></p>
<p>Der erste Punkt ist hierbei eher von akademischem Interesse, durch die Verteilung wird die Kommunikation verzögert, spontane Reaktionen und Emotionen werden im Team nicht unmittelbar erlebt. Dies führt zu einer gewissen Abschwächung oder Dämpfung, andererseits besteht die Möglichkeit, dass sich Konflikte verfestigen weil keine unmittelbare Möglichkeit besteht &#8220;Dampf abzulassen. Möglicherweise heben sich diese beiden Effekte weitgehend auf. Resultierend stellt sich ein etwas gemächlicheres, unspektakuläres Durchlaufen der Teamphasen ein.</p>
<p>Der zweite Punkt ist deutlich spannender. Über die Ursachen der Misskommunikation habe ich schon ausführlich in dem Beitrag <a href="http://www.pentaeder.de/projekte/2009/03/11/da-ist-etwas-grunes-in-der-suppe-kommunikation-und-die-vier-ohren/" target ="_blank">Da ist etwas Grünes in der Suppe</a> geschrieben. Die dort beschriebene Missdeutung der 4 Seiten einer Botschaft wird bei der Verwendung spezieller Kommunikationstechniken wie</p>
<p>- Chat<br />
- Mikroblog<br />
- Telekonferenz<br />
- Videokonferenz<br />
- Wiki<br />
- Foren<br />
- &#8230;</p>
<p>sehr viel wahrscheinlicher. Jeder der genannten Kommunikationskanäle ist auf seine Weise unvollständig. Dem Gegenüber fehlt immer eine Information (Körpersprache, Stimmlage, Aussprache, &#8230;). Erschwerend kommt hinzu, dass in den seltensten Fällen alle Mitglieder des Teams mit allen Kanälen gleich gut umgehen können. Der eine hat Schwierigkeiten vor der Kamera, der andere kann im Chat nicht schnell genug tippen &#8211; was auch immer. So kann z.B. die Langsamkeit des Schreibens vom Kommunikationspartner als Desinteresse ausgelegt oder mit geistiger Langsamkeit verwechselt werden. Auch technische Unzulänglichkeiten, wie unscharfe Videobilder, minimaler Zeitversatz von Ton und Bild können zu erheblichen Fehlinterpretationen von Gesichtsausdrücken führen. So können gut gemeinte Kommunikations-Werkzeuge zur Quelle erheblicher Missverständnissen und nachfolgenden Konflikten werden. Was lässt sich im Sinne einer geglückten Kommunikation dagegen tun? </p>
<ol>
<li>Es sollten mehrere ergänzende Kommunikations-Werkzeuge zum Einsatz kommen.</li>
<li>Dem Team sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich einen Teil seiner Kommunikationswerkzeuge selbst aufzubauen oder auszuwählen.</li>
</ol>
<p>Mit dem zweiten Punkt kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen kann ggf. auf ein für dieses Team unpassende Werkzeug verzichtet werden &#8211; nicht immer ist ein bewährtes System auch für jedes Team geeignet. Zum anderen ist die Schaffung teaminterner Kommunikationskanäle ein wichtiger Baustein der Entwicklung des Teams, gewissermaßen die erste Probe der Selbstorganisation. Zu guter Letzt der wichtigste Rat: <strong>Jedes verteilte Team sollte sich auch einmal real begegnet sein.</strong></p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/e88de4bc505c4fbb88831002294fdcab" width="1" height="1" alt=""></p>

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