Eine kurze Reise nach Kandersteg, genauer zum Kandersteg International Scouting Center. Neben dem offiziellen Teil unseres Besuchs blieb auch ein wenig Zeit die Berge rund um das Zentrum zu genießen. Dabei sind die folgenden Bilder entstanden.

Als häufiger Bahnfahrer hatte ich eine gewisse Vorfreude auf die Schweizer Bahn. In Bern sind wir in den Regionalexpress nach Kandersteg umgestiegen. Das Interieur im Regionalexpress entspricht in etwa der (noch nicht existenten) Premiumklasse deutscher ICE im Jahre 2030. Zur sprichwörtlichen Pünktlichkeit der Bahn kann ich folgendes sagen: „Geplante Abfahrt war um 15:39, die Bremse wurde um 15:38:57 gelöst, exakt um 15:39:00 setzte sich der Zug in Bewegung. Auf der Rückfahrt das gleiche Spiel: Bis Basel sekundengenaue Ankünfte und Abfahrten, am ersten Bahnhof in Deutschland gab es sofort 2 Minuten Verzögerung bei der Abfahrt 😉
Nach der Ankunft in Kandersteg gewährte uns der Wind kurze Wolkenlücken und lässt mich kurze Blicke auf die umliegenden Gipfel werfen.


Am nächsten Tag machte ich mich trotz schlechten Wetters auf den Weg zum Öschinensee. Der Weg zum See verlief bei meinem letzten Besuch vor 25 Jahren noch an einem schmalen Bach entlang.

Heute ist es eine breite Geröllschneise, die mit Wällen und Erdrutschsperren begrenzt ist. Von den mittlerweile eisfreien Hängen oberhalb des Sees stürzen Felsrutsche und Muren in den See. Der See kann überschwappen, dass im ehemals schmalen Tal Geröll und Erdlawinen hinabstürzen können.

Das Wetter war eher winterlich Die Berghänge sind wolkenverhangen. Von den fast 3700 m hohen Gipfeln rund um den See ist nichts zu sehen.

Bevor mich die Kälte weiter treibt sitze ich eine Weile am Ufer des Sees und schaue den Wolken und dem Schneetreiben zu.
Am nächsten Tag war das Wetter schön und wir machen uns zu zweit auf den Weg zum Öschinensee, umrunden ihn zur Hälfte und steigen zur Alp Underbärgli auf. Der weitere Weg ist wegen Lawinengefahr gesperrt. Zu Recht – wir hören und sehen mehrere Lawinenabgänge. Es sei aber fairerweise gesagt, dass ich froh war, dass der Weg gesperrt war und ich wegen meiner aktuell lausigen Kondition eine gute Ausrede zur Umkehr hatte.






Hach ja. Großartige Bilder, sehr schön. Von daher Danke fürs Mitnehmen.
Gerne 🙂
Hach toll … so früh im Jahr war ich, glaube ich, noch nie im Gebirge (außer einmal-und-nie-wieder zum Skifahren). Bei allen Beeinträchtigungen durch Schnee usw – das Licht ist halt schon noch mal feiner als im Sommer.
Nicht nur das Licht, Verschneite und vereiste Berge haben für mich ihren ganz eigenen Zauber.