Österliche Traditionen und sozial verantwortliches Unternehmertum

Eine der vielen nichtkirchlichen, österlichen Traditionen ist das Tragen neuer Kleidung1. Um neue Kleider geht es auch bei manomama. Manomama ist ein Textilunternehmen, das sich auf die Fahne geschrieben hat, sozial verantwortlich Ökomode zu produzieren. Auf dem Unternehmensblog lässt sich viel über die Startphase des Unternehmens nachlesen. Die Beschaffung der Rohmaterialen und der Maschinenausstattung sind schon spannend genug, es ist faszinierend zu sehen an was alles gedacht wurde – mir war zum Beispiel neu wie schwer es sein kann Faden zu beschaffen. Die Infrastruktur eines Unternehmens ist aber nur ein Teil. Viel wichtiger sind die Menschen, die für die Idee kämpfen und arbeiten. Die Idee der Menschen, die in die Produkte fließen, zeugen von Identifikation und Begeisterung. Eine Idee hat es mir besonders angetan: “Kinderkleidung die mitwächst” d.h. hier wird bewusst zu Gunsten nachhaltiger Produkte mit langer Lebensdauer auf stückzahlenbasierenden Umsatz verzichtet. Nachhaltigkeit, Lebensdauer, Regionalisierung und das Potential der Menschen sind die Bausteine für dieses Unternehmen. In einem Interview sagt die Gründerin Sina Trinkwalder auf die Frage wie die Ökonomie der Zukunft aussehen könne: “Es wird eine Ökonomie der kurzen Wege und der regionalen Identitäten sein”. Das könnte eine gute Antwort auf den Globalisierungswahn werden. Ich hoffe, dass noch viele mehr solcher Keime entstehen, die einen Neuaufbruch ermöglichen. Mit dem Neuaufbruch schließt sich auch der Kreis zu Ostern, Ostern ist das Symbol für Neuaufbruch. Wir wünschen alle unseren Lesern ein frohes und inspirierendes Osterfest.
  1. “Also significant of a new beginning are the new clothes often purchased for children for the Easter celebration. The practice many times was recalled from the mothers’ own childhoods. New clothes are symbolic of renewal in general,” observes Cindy Dell Clark, Flights of Fancy, Leaps of Faith: Children’s Myths in Contemporary America (University of Chicago Press), 1998:97; also briefly noted in Iona Archibald Opie and Moira Tatem, eds. A Dictionary of Superstitions, (Oxford University Pres) 1989, s.v. “Easter”; in Stephen Roud and Jennifer Westwood, The Penguin Guide to the Superstitions of Britain and Ireland, 2003, s.v. “clothes: new, blessing” []
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