Der undankbare Job des Projektleiters

Ein Stück weit ist es das Thema des heutigen Cartoons: Einerseits der Wunschtraum der ausgezeichneten Rolle des Projektleiters oder Managers andererseits die lästige Pflicht Berichte zu schreiben und ggf. den Ärger abzubekommen wenn es nicht gut läuft. Im GPM-Blog wurde dieses Thema vor kurzem ebenfalls aufgegriffen: Immer noch zu wenig Wertschätzung gegenüber Projektmanagern – hier sagt der Titel schon fast alles. Auch bei Stefan Hagen gab es schon Artikel dazu: Karriere als Projektleiter. Ein gewisser Grundtenor scheint klar, die Würdigung der Aufgabe Projektmanagement fällt in vielen Organisationen schwer. Auf einen weiteren Gedanken bin ich kürzlich in einem Gespräch mit Professor Oliver Kretzschmar gestoßen. Er sagte sinngemäß: “Meine Studenten haben eine völlig falsche Vorstellung vom Projekt-Management-Geschäft … das ist meistens ziemlich anstrengend weil man es ständig mit Menschen zu tun hat”. Kommunikation, Umgang mit Menschen, Konflikte aushalten und lösen, Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zur Zusammenarbeit zu bringen – das ist die Kernaufgabe eines Projektleiters. Dass er hierfür manchmal ein großes Instrumentarium an Methoden braucht ist klar. Letztendlich zählt aber das Ergebnis: Die am Projekt beteiligten Menschen müssen mit einander reden und arbeiten können. Dies herbei zu führen ist manchmal sehr anstrengend. Wie sagte schon Professor Dr. Friedemann Schulz von Thun der Erfinder des Kommunikationsquadrates: “Menschen, die miteinander zu schaffen haben, machen einander zu schaffen“. Und mitten im Zentrum dieses “zu schaffen Machens” steht der Projektleiter. Damit wird plausibler warum der Job nicht halb so cool ist wie er sich anhört und warum er in manchen (nach Linie aufgebauten) Organisationen so wenig gewürdigt werden kann. P.S. Ich bin gerne Projektleiter, weil mir die Arbeit mit Menschen in wechselnden Zusammenhängen Spaß macht. Nachtrag gewissermaßen als ausführliche Antwort auf Nadjas Kommentar: Ich empfinde meine Aufgaben als Projektleiter alles andere als undankbar. Das gemeinsame Arbeiten und Erfolg haben und das Bewusstsein einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit. Als selbstständiger Projektleiter bin ich ohnehin von den Karriere- und Belohnungsoptionen der Organisationen für die ich arbeite ausgeklammert. Die Frage nach der Karriere stellt sich mir daher nicht. Ich erinnere mich aber an den Beginn meiner beruflichen Laufbahn. Ich gehörte bei meinem damaligen Arbeitgeber zum privilegierten Kreis der Visitenkarten – Inhaber. Auf der Karte stand zwar Projekt-Manager außer dem Privileg der Karte an sich gab es aber keine weiteren. Unabhängig von den Projekten für die ich verantwortlich war bekam ich nach einiger Zeit zusätzlich eine leitende Funktion in der normalen Organisation und auch einen zweiten Satz Visitenkarten auf dem “Leiter …” stand. Der gefühlte Unterschied der Auswirkungen war immens obwohl die nervenaufreibende aber auch spannende und lohnende Arbeit immer noch unter der Flagge der alten Karte anfiel. Im Sinne der Belohnung in der Organisation empfand ich die Projekt-Aufgaben im Vergleich zur Führungsposition in der Linie damals als undankbar.

6 thoughts on “Der undankbare Job des Projektleiters

  1. Der Artikel hat so viele Rechtschreib- und Grammatikfehler, dass der Inhalt fast untergeht. Auch in einem Blog darf man ordentliches Deutsch benutzen, dann macht das Lesen auch mehr Spaß 😉

  2. Hallo Nadja, ich hätte oben vielleicht besser differenzieren müssen. Heute finde ich meine Aufgabe nicht mehr undankbar. Vor etlichen Jahren noch als ich PL in einer größeren Firma war, war das allerdings noch anders.

  3. irgendwie weigere ich mich, das wort “undankbar” an mich zu lassen. ich sehe es nämlich genau andersrum 😉 wenn mir dazu paar worte einfallen, schreibe ich hier nochmal was drunter *Knoten mach*

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